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Smarthome 11 min

Quooker – Der Kochend-Wasser-Hahn im Praxistest

Update Februar 2020: Ich habe für euch den Stromverbrauch des Quooker gemessen. Den Beitrag mit viele weiteren interessanten Informationen findet

Quooker – Der Kochend-Wasser-Hahn im Praxistest
Inhaltsverzeichnis

Update Februar 2020:

Ich habe für euch den Stromverbrauch des Quooker gemessen. Den Beitrag mit viele weiteren interessanten Informationen findet ihr HIER

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Update Januar 2020:

Nach wie vor sind wir mit dem Quooker extrem zufrieden und er gehört zu den wichtigsten Geräten in unserer Küche. Bei Amazon gibt es ein paar seltsame Bewertungen von Leuten, die den Quooker gar nicht im Einsatz, dafür aber eine Meinung dazu haben. Eine Verletzungsgefahr ist nicht gegeben, da man das Heißwasser nicht versehentlich starten kann – auch Kinder nicht. Und selbst wenn man kurz mal unter das kochend heiße Wasser kommt passiert nichts, da der Strahl fein geperlt ist und damit keine sofortige Verbrühung zu befürchten ist.

Der Stromverbrauch fällt bei unserem Einfamilienhaus absolut nicht ins Gewicht und verschwindet im Gesamtverbrauch. Auch hier wird bei Amazon von irgendwelchen Durchlauferhitzerverbräuchen geschwafelt. Durch die Vakuumisolierung heizt der Quooker aber nur selten kurz nach, solange kein Wasser entnommen wird. Bei längerer Abwesenheit schaltet ihn unsere LCN Issendorff Hausautomation einfach ab – und automatisch wieder ein.

Frau Nachbelichtet meinte erst heute: Der Quooker und unser Eiswürfelbereiter sind die tollste Ausstattung in unserer Küche, von denen man vorher nie geglaubt hätte, dass sie so nützlich sind.

Update Februar 2019:

Nach einem guten halben Jahr im neuen Haus, mit der neuen Küche und dem Quooker können wir sagen, dass der Quooker nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist. Tomaten schnell überbrühen, damit sie sich leicht schälen lassen, hygienisch saubere Schneidbretter, ein schnelles Nudelwasser usw., sind einfach extrem praktisch. Auch hier weiß man die Vorteile erst so richtig zu schätzen, wenn man längere Zeit Erfahrungen damit sammeln konnte.

Der Quooker hat außerdem eine weitere Aufgabe erhalten: Er ist der perfekte Tellerwärmer! Bei der Ausstattung unserer Küche hatten wir eigentlich einen Tellerwärmer von Miele vorgesehen. Leider passt in das kleine Modell fast nichts hinein und das große Modell hätte sich nicht mehr sinnvoll in unsere Küchenplanung integriert. Zudem brauchen diese elektrischen Tellerwärmer eine ziemlich lange Vorlaufzeit.

Mit dem Quooker geht es hingegen extrem schnell: Einfach den Teller schräg unter den Wasserstrahl halten und mit dem kochenden Wasser spülen. Nach wenigen Sekunden hat man einen heißen, vorgewärmten Teller. Kurz mit dem Küchenhandtuch drüber und schon kann man anrichten. Das geht auch mit mehreren Tellern sehr schnell und effektiv. Quooker PRO3 B Flex CHR (verchromt glänzend) Jetzt bei Amazon kaufen

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Nun sind wir seit knapp 3 Wochen in unserem neuen Haus und wir ihr vielleicht wisst, haben wir uns auch für ein Smarthome entschieden. Zu einem Smarthome gehören auch smarte Hausgeräte, die das Leben komfortabler machen. Der Kochend-Wasser-Hahn Quooker gehört ganz bestimmt dazu und wir haben ihn in den letzten Wochen ausführlich getestet.

Heißes Wasser hat man üblicherweise direkt aus der Mischbatterie des Spülbeckens. Dieses Wasser ist aber meistens nur etwa  60 °C warm und eignet sich daher nicht zum Aufbrühen von z. B. Tee. Für kochendes Wasser haben auch wir bislang einen Wasserkocher eingesetzt: Wasser einfüllen, einschalten und warten. Natürlich steht man da nicht die ganze Zeit daneben, sodass es immer wieder vorkommt, dass das Wasser kocht, der Wasserkocher abschaltet und bis man es merkt, ist das Wasser schon wieder deutlich abgekühlt.

Da Frau Nachbelichtet viel Tee trinkt, ist der Bedarf nach heißem Wasser ständig vorhanden. Tatsächlich haben wir aber festgestellt, dass man viel öfter kochendes Wasser benötigt und es jede Menge Anwendungen für den Quooker gibt.

Der Quooker – kochend heißes Wasser direkt und sofort aus dem Wasserhahn

Der Quooker besteht aus zwei Teilen: Einem schicken Wasserhahn (den es verchromt oder in Ganzedelstahl gibt) mit Mischbatterie und einem Reservoir, das nach dem Prinzip einer Thermoskanne mit Hochvakuum-Isolation immer kochendes Wasser bereithält. Der Wasserhahn selbst kann einfach gegen den herkömmlichen Hahn ausgetauscht werden. Das Reservoir wird im Schrank unter der Spüle untergebracht.

Montage und Einbau

Wir haben den Quooker Flex in Chrom zusammen mit dem PRO3 Reservoir im Einsatz. Der PRO3 ist ca. 40 cm hoch und misst 15 cm im Durchmesser. Da wir einen Mülltrenneinsatz in unserem Spülunterschrank haben, hatten wir schon bedenken, dass wir das Reservoir nicht unterbringen würden. Tatsächlich war aber hinten im Schrank noch genügend Platz, um den PRO3 unterbringen zu können. Das Reservoir steht übrigens sehr gut von selbst – es wird aber auch eine spezielle Halterung angeboten. Spülenschränke sind üblicherweise hinten immer offen und haben auch noch ein paar Zentimeter Abstand zur Wand, sodass der PRO3 tatsächlich in den meisten Küchen unterzubringen sein dürfte.

Der Name “Flex” kommt übrigens daher, weil dieses Modell einen flexiblen ausziehbaren Schlauch besitzt.

Angeschlossen wird das Reservoir an die Kaltwasserleitung. Ebenfalls an die Kaltwasserleitung muss ein Schlauch des Wasserhahns angeschlossen werden. Hat man bereits einen Geschirrspüler angeschlossen, benötigt man ein passendes Abzweigventil.

Zum Flex Wasserhahn gehen dann insgesamt 3 Zuleitungen: Kaltwasser, normales Warmwasser und das kochende Wasser aus dem PRO3 Reservoir. Außerdem benötigt man auch noch eine Steckdose in der Nähe des Reservoirs. Ein dünnes Kabel mit Klinkenstecker verbindet den Flex-Wasserhahn mit dem PRO3 Reservoir, denn der Hahn verfügt über ein eigenes Bedienelement für die Kochend-Wasser-Funktion. Auf der Oberseite des PRO3 befindet sich der Einschalter und eine rote LED signalisiert den Betrieb.

Das Herzstück des Quookers

Für handwerklich begabte Anwender ist die Installation kein Problem und wenn man – wie wir – eine komplett neue Küche bekommt, kann man die entsprechenden Anschlüsse gleich passend vorsehen und dem Küchenplaner bitten, den Platz für den Quooker zu berücksichtigen.

So funktioniert der Quooker

Mit dem Quooker erweitert man den Wasserhahn um die Kochend-Wasser-Funktion. Der normale Mischerhebel am Flex hat nach wie vor die gleiche Funktion: Er dient zur Regulierung von Kalt- und Warmwasser. Möchte man nun kochendes Wasser entnehmen, kommt ein spezielles Bedienelement direkt am Hahn zum Einsatz. Der geriffelte Ring wird zweimal schnell nach unten bewegt und dann nach rechts gedreht. Dies ist eine Sicherheitsfunktion, die ein versehentliches Entnehmen von kochendem Wasser verhindert und auch als Kindersicherung dient.

Gleich unterhalb dieses Bedienelements, leuchtet bei Entnahme und beim Aufheizen des Reservoirs ein roter LED-Ring. Diese LED sorgt bei vielen Besuchern zur berechtigten Frage, was denn das für ein Wasserhahn wäre.

Betätigt man den Drehring in der richtigen Reihenfolge, erhält man sofort 100 °C heißes Wasser. Das ist bei der ersten Nutzung ziemlich beeindruckend, weil man das direkt aus dem Wasserhahn nicht gewöhnt ist und es mit Rauschen und Dampf einhergeht.

Ebenso beeindruckend ist, dass der Hahnauslauf selbst kühl bleibt, da dieser Doppelwandig ausgeführt ist. Man kann den Hahn also während oder direkt nach der Heißwasserentnahme gefahrlos berühren.

Das kochende Wasser kommt außerdem nicht in einem scharf gebündelten Strahl aus dem Hahn, sondern in Form kleiner Tröpfchen. Das ist auf der einen Seite die Folge des Wasserdampfs, der bei 100 °C heißem Wasser entsteht. Es ist aber auch eine Sicherheitsfunktion, denn die winzigen Wassertröpfchen verhindern Verbrühungen.

Der Quooker-Heißwasserhahn in praktischen Einsatz

Man gewöhnt sich sehr schnell an den zusätzlichen Komfort des Quookers. Ohne Wartezeiten kann man eine Thermoskanne Tee aufbrühen oder auch nur eine Tasse. Tatsächlich hat der Quooker noch viele weitere Anwendungsgebiete. Durch das extrem heiße Wasser lassen sich Tomaten überbrühen und damit schnell und einfach schälen. Ebenso kann man ganz einfach und schnell Gemüse blanchieren. Nudeln mit kurzen Garzeiten lassen sich ausschließlich mit dem kochenden Wasser aus dem Quooker bissfest kochen – ganz ohne Herd. Das Gleiche gilt für Parboiled Reis (10 Minuten Garzeit), Couscous oder Polenta.

Wenn man es eilig hat, kann man auch einen Topf mit kochendem Wasser befüllen  – z. B. für Kartoffeln – und muss so nicht mehr warten, bis der Herd das Wasser zum Kochen bringt. Eier können direkt mit dem Wasser aus dem Quooker gekocht werden – ganz ohne Eierkocher oder Herd.

Ich setze praktisch nur Eisen- und Edelstahlpfannen ein. Beide haben nichts im Geschirrspüler verloren. Eisenpfannen rosten unweigerlich und bei Edelstahlpfannen beginnt das Bratgut zu kleben. Darum sollten diese nur mit heißem Wasser und ohne Spülmittel gereinigt werden. Hier hat sich der Quooker als extrem hilfreich erwiesen, denn das kochende Wasser entfernt selbst hartnäckigste Rückständen ganz ohne Geschirrspülmittel etc. So lässt sich eine Pfanne gleich nach dem Einsatz in kürzester Zeit für eine weitere Anwendung einsetzen.

Gerade im Bereich der Hygiene ist das kochende Wasser sehr hilfreich. So können Babyfläschchen und Schnuller einfach und schnell desinfiziert werden, aber auch das Spülbecken oder das Schneidbrett ist nach einer Spülung mit kochendem Wasser hygienisch wieder einwandfrei, was gerade bei der Verarbeitung von Geflügel, Fisch und Fleisch sehr wichtig ist.

Aus Sicherheitsgründen kann der Flex-Schlauch nur für kaltes und warmes Wasser genutzt werden, was angesichts der Verbrühungsgefahr sehr verständlich ist.

Verbrauchsfragen

Damit der Quooker jederzeit kochendes Wasser zur Verfügung stellen kann, muss er regelmäßig nachgeheizt  werden. Durch die Hochvakuum-Isolierung des Reservoirs schlägt sich das zum Glück nicht wesentlich auf den Verbrauch nieder. Der Quooker benötigt im Standby-Betrieb lediglich 10 Watt. Das bedeutet einen Stromverbrauch von 5 bis 6 Cent pro Tag. Bei häufiger Kochend-Wasser-Entnahme muss natürlich auch wieder aufgeheizt werden. Trotzdem kann ich bis jetzt keinen wesentlich höheren Stromverbrauch im Vergleich zu entfallener Wasserkocher und Herdnutzung feststellen. Noch kann ich hier keine belastbaren Zahlen liefern, ich würde aber sogar von einem deutlich geringeren Stromverbrauch sprechen, da ich weniger Wasser auf dem Herd erhitze.

So viel Strom verbraucht der Quooker wirklich

Ich habe den Stromverbrauch des Quookers für euch einmal gemessen und ihr werdet überrascht sein, wie wenig der Quooker tatsächlich verbraucht.

Hier weiterlesen

Wir haben beobachtet, dass wir nun nur noch recht wenig Wasser aus unserer normalen Warmwasserversorgung entnehmen. Wenn wir etwas von Hand spülen, nehmen wir fast ausschließlich das kochende Wasser aus dem Quooker. Es geht schneller und gründlicher. Zudem muss man für warmes Wasser meistens einiges an Wasser weglaufen lassen, bis wirklich heißes Wasser kommt – auch bei einer ordentlichen Zirkulationsleitung. Beim Quooker hat man indes sofort heißes Wasser zur Verfügung und spart an dieser Stelle Wasser und Energie.

Im Gegensatz zu einem Wasserkocher entnimmt man mit dem Quooker immer nur genau die Menge heißes Wasser, die man auch tatsächlich benötigt.

Zwischenfazit

Der Quooker macht die Küche zweifellos “smarter” und nach kürzester Zeit sieht man die Kochend-Wasser-Funktion als selbstverständlich an. Gerade als begeisterter Hobbykoch lernt man die sofortige Verfügbarkeit von kochendem Wasser schätzen, hat weniger Töpfe auf dem Herd und kommt schneller zum Ziel. Aber auch bei der Küchenhygiene ist man mit dem Quooker sehr viel sicherer. Man kann eben schnell einmal ein Schneidbrett oder Messer kochend heiß spülen.

Der Quooker Flex in Chrom mit dem PRO3 Reservoir kostet 1295,00 Euro . Das ist natürlich kein Pappenstiel und der Preis für eine Komfortfunktion in der Küche, ebenso wie es ein Dampfgarer oder ein Kühlschrank mit Eiswürfelfunktion ist. Wer auf der Suche nach der perfekt ausgestatteten Küche ist, wird aber am Quooker nicht vorbeikommen und gerne bereit sein dafür Geld zu investieren.

Warum ein Zwischenfazit? Wir sind erst wenige Tage in unserem neuen Domizil und müssen uns noch eingewöhnen. Das bedeutet auch, dass wir die neue Küche erst noch “erleben” müssen. Dabei werden sich ganz sicher noch viele weitere Einsatzszenarien für den Quooker ergeben, von denen ich euch bald berichten werde.

Meinung und Bewertung zu: Quooker PRO3 Flex
Bewertung: 5/5

Der Quooker PRO3 Flex ist eines dieser Geräte, von denen man vorher nicht glaubt, wie nützlich sie sind – und nach kurzer Zeit nicht mehr darauf verzichten möchte. Sofort kochendes Wasser aus dem Hahn spart Zeit, Energie und macht die Küche spürbar smarter. Der Preis von ~1.295 € ist ambitioniert, aber für die perfekt ausgestattete Küche jeden Cent wert.


Pro

Sofort kochendes Wasser (100 °C) – ohne Wartezeit, ohne Wasserkocher
Doppelwandiger Hahnauslauf bleibt kühl – keine Verbrennungsgefahr
Kindersicherung durch 2-stufige Bedienung (Drücken + Drehen)
Hochvakuum-Isolation: nur ~10 W Standby, ~5 ct/Tag Stromkosten
Spart Energie vs. Wasserkocher und Herd – nur exakt benötigte Menge
Perfekt für Küchenhygiene – Schneidbretter, Babyflaschen, Schnuller desinfizieren
Ideal zum Tellerwärmen, Überbrühen, Blanchieren – ohne Herd
Ausziehbarer Flex-Schlauch für Kalt-/Warmwasser
Einfache Montage – passt in die meisten Spülenschränke

Contra

Mit ~1.295 € (PRO3 Flex) hoher Anschaffungspreis
Benötigt Steckdose unter der Spüle
PRO3 Reservoir (40 cm hoch) braucht ausreichend Platz im Unterschrank

Hallo! Ich bin Markus – der Fricklr. ⚡ Elektrotechniker, 🎵 Musiker (Bass, Gitarre, Keyboard) und seit über 30 Jahren beruflich „irgendwas mit Internet“ 🌐 – inzwischen auch mit KI 🤖 – ein 55-jähriger Generalist aus Bayern.

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