Was ist Homebrew und was macht es?
Homebrew
HomebrewPaketmanager für macOS (und Linux). Installiert Software per Kommandozeile – z.B. brew install hugo. Der inoffizielle App Store für EntwicklerMehr dazu →
– kurz brew – ist ein kostenloser und quelloffener Paketmanager für macOS, dessen Symbol ein Bierkrug ist - kann es sympathischer sein?
Statt Software einzeln von Websites zu laden und DMG-Dateien per Hand zu entpacken, öffnen, installiert, aktualisiert und entfernt Brew Programme mit einem einzigen Befehl im Terminal TerminalProgramm, das eine Shell anzeigt (z.B. macOS Terminal, integriertes Terminal in VS Code, Git Bash). Hier tippst du CLI-Befehle ein .
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Mit über 7.000 Formulae (Kommandozeilen-Tools) und ebenso vielen Casks (macOS-Apps) ist es eine der größten Software-Quellen für den Mac. Mit Brew kann man nicht nur praktische Kommandozeilen-Tools ( CLI CLICommand Line Interface – Bedienung eines Programms über Textbefehle im Terminal statt grafischer Oberfläche. Git, ssh und viele HA-Werkzeuge werden über die CLI gesteuert = Command Line Interface), sondern auch viele “normale” Apps wie z. B. Google Chrome, Obsidian ObsidianNotiz-App mit lokalem Markdown-Speicher und bidirektionalen Links. Beliebt für persönliches Wissensmanagement. Open Source, mit großer Plugin-Community. Speichert Daten als lokale Markdown-Dateien – keine Cloud-AbhängigkeitMehr dazu → , Notion, Spotify usw.
Warum es interessant ist
Das Wichtigste für alle, die bisher einen Bogen ums Terminal gemacht haben: Man muss kein Entwickler sein, um Homebrew zu nutzen. Das Terminal wirkt auf viele abschreckend, ist aber kein Hexenwerk – und genau hier nimmt dir brew den Großteil der Arbeit ab. Du tippst einen Befehl, brew zeigt dir Schritt für Schritt, was passiert, und meistens ist die Software danach fertig installiert. Keine Klickorgien durch Installations-Assistenten, keine herumliegenden Downloads. Unter Windows 11 übernehmen übrigens winget oder Scoop diese Rolle.
Ich installiere damit fast alles auf meinen Macs: Kommandozeilen-Werkzeuge wie gh oder ffmpeg, aber auch Apps, die nicht im App Store liegen – zum Beispiel den Screenshot-Editor
macshot
, den ich mit brew install --cask macshot aufgespielt habe.
So sieht das im Terminal aus – hier ein brew upgrade, das alle Programme auf einmal aktualisiert (Aufnahme im Player, einfach auf Play klicken):
Homebrew auf dem Mac installieren
Damit man Homebrew - kurz brew - nutzen kann, muss man es einmalig installieren. Dazu gibst du im Terminal diesen Befehl ein (einfach kopieren und einfügen):
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Apps mit Brew installieren und deinstallieren:
Um eine Anwendung zu finden, kann man einfach nach deren Namen suchen: brew search shot listet etwa alle Apps auf, die irgendwo “shot” im Namen haben, wie z. B. die Screenshot-App MacShot. Unter
https://formulae.brew.sh/
kann man auch nach Anwendungen suchen und sich einen Überblick verschaffen.
brew install macshot
Um alle Apps auf dem Mac zu aktualisieren, genügt ein brew upgrade und alles wird auf den neuesten Stand gebracht. Wenn man sich brew update && brew upgrade angewöhnt, wird auch bleich Homebrew selbst auf den neuesten Versionsstand gebracht.
Will man erst einmal nur wissen, für welche Apps es Updates gibt, werden diese mit brew outdated aufgelistet, ohne installiert zu werden.
Um eine oder mehrere Apps zu deinstallieren, die mit brew installiert wurden, genügt brew remove NAME_DER_APP, also z. B. brew remove macshot
Um mehrere Apps gleichzeitig zu deinstallieren, trennt man sie einfach mit Leerzeichen brew uninstall macshot curl python vlc
Brew aufräumen
Wenn du Hauptpakete deinstallierst, bleiben deren Hintergrund-Abhängigkeiten oft als “Waisen” im System. Um diese ungenutzten Reste und Caches aufzuräumen, führst du nach der Deinstallation folgende Befehle aus:
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Brew Bundles
Wenn man mit mehreren Macs arbeitet, kann man die Liste der installierten Apps ganz einfach übertragen. Das geht mit dem Brew bundle Befehl:
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Diese Datei enthält alle aktuell installierten Pakete in einem lesbaren Format (z. B. brew “git”, cask “visual-studio-code”).
Falls Homebrew auf dem neuen Mac nocht nicht installiert ist:
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Navigiere im Terminal auf dem neuen Mac in den Ordner, in den du das Brewfile kopiert hast (z. B. dein Benutzerverzeichnis cd ~). Die Tilde ~ gibt man am Mac, mit einem deutschen Tastaturlayout, übrigens mit der Kombination
ALTN
ALTN
ein.
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Homebrew liest dann die Liste ein, fügt die nötigen Quellen hinzu und installiert alle Tools und Apps nacheinander automatisch - einfacher geht es kaum.
Hat man Apps deinstalliert, kann man das Brewfile mit
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updaten und damit diese Apps auch aus der Brewfile-Liste entfernt.
Was unterscheidet brew formulae und cask?
Während der normale brew install-Befehl schlanke Terminal-Tools und Entwickler-Bibliotheken wie Python oder NPM auf deinen Mac holt, kümmert sich das Flag --cask um klassische macOS-Apps mit grafischer Benutzeroberfläche.
Ohne --cask (Formulae): CLI-Werkzeuge wie git, python oder ffmpeg.
Mit --cask (Casks): Fertige Mac-Programme mit grafischer Oberfläche wie vlc, visual-studio-code oder firefox.
Homebrew lädt dabei die .dmg- oder .pkg-Datei des Herstellers herunter, entpackt sie automatisch und schiebt die fertige App direkt in deinen lokalen /Applications-Ordner.
Muss ich cask eingeben?
Wenn es eine App, wie z. B. Firefox, ohnehin nur mit grafischer Benutzeroberfläche gibt, kann man sich --cask sparen. Homebrew wählt dann automatisch die Cask-Variante.
Es gibt aber auch Apps, die es für das Terminal (als Formulae) und mit
GUI
GUIGraphical User Interface – grafische Benutzeroberfläche mit Fenstern, Buttons und Mausbedienung. Das HA-Webinterface, VS Code und die meisten Apps sind GUIs
(cask) gibt, wie z. B. Wireshark. Gibt man hier nur brew install wireshark ein, wird nur die CLI-Variante installiert. Will man Wireshark mit GUI, muss man brew install --cask wireshark eingeben.
Die Vorteile von Homebrew zusammengefasst:
- Eine Quelle für alles – CLI-Tools und Apps aus einem System, statt Download-Chaos auf der Festplatte.
- Updates an einem Ort –
brew update && brew upgradeaktualisiert alles auf einmal. - Sauber wieder weg – Deinstallationen räumen auch Abhängigkeiten auf und hinterlassen keine Reste.
- Open Source & Community – transparent, von Tausenden gepflegt und komplett kostenlos.
- Portabel - auf einem neuen Rechner benötigt man nur die Brew-Bundle-Datei und kann alle Programme in einem Rutsch installieren. Man kann sogar Installationen auf mehreren Rechnern synchronisieren.
Vergleich: App Store, manuelle Downloads und Homebrew
Der App Store ist bequem, aber eben nicht für alles da: Kommandozeilen-Tools sucht man dort vergeblich, und viele Open-Source-Programme fehlen ganz oder hinken in der Version hinterher. Manuelle Downloads von Websites funktionieren grundsätzlich – aber Updates muss man selbst im Blick behalten, und irgendwann sammeln sich die DMGs im Download-Ordner. Homebrew schließt genau diese Lücken: eine zentrale Quelle, ein Befehl zum Installieren, einer zum Aktualisieren.
Fazit
Homebrew ist der beste Einstieg ins Terminal – und gleichzeitig die einfachste Art, Software auf dem Mac zu verwalten. In einem eigenen Beitrag gehe ich später auf die wichtigsten Befehle und die Konzepte dahinter ein.
Im nächsten Teil geht es um nützliche und interessante Tools und GUIs für Homebrew. Wenn du dich zum Newsletter anmeldest, verpasst du garantiert keinen Beitrag.
Prost!
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